Haftpflicht Blogger
Virtual Server von Host Europe

Apache Konfigurationsdateien à la Ubuntu 8.04 LTS

| 18. November 2009 | Keine Kommentare

Will man den Webserver Apache unter Ubuntu konfigurieren, so wird man nicht nur die Hauptkonfigurationsdatei httpd.conf  „fast“ vergeblich suchen (s.a. vorangehenden Blog-Beitrag), sondern muß sich auch bezüglich der inkludierten Konfigurationsdateien etwas umstellen.

Apache Originalpaket

Ausschnitt aus der Konfigurationsdatei httpd.conf von Apache:

# Overview of include files, chronologically:
#
# httpd.conf
#  |
#  |-- uid.conf  . . . . . . . . . . . UserID/GroupID to run under
#  |-- server-tuning.conf  . . . . . . sizing of the server
#  |-- sysconfig.d/loadmodule.conf . . [*] load these modules
#  |-- listen.conf . . . . . . . . . . IP adr/ports to listen on
#  |-- mod_log_config.conf . . . . . . define logging formats
#  |-- sysconfig.d/global.conf . . . . [*] server-wide settings
#  |-- mod_status.conf . . . . . . . . restrict access to mod_status
#  |-- mod_info.conf . . . . . . . . . restrict access to mod_info
...
... und so weiter ...
...
)

Apache Paket aus einer Ubuntu-Distribution

Ausschnitt aus der unter Ubuntu verwendeten Hauptkonfigurationsdatei apache2.conf
/etc/apache2/apache2.conf

# Include module configuration:
Include /etc/apache2/mods-enabled/*.load
Include /etc/apache2/mods-enabled/*.conf

# Include all the user configurations:
Include /etc/apache2/httpd.conf
# Include ports listing
Include /etc/apache2/ports.conf

# Include generic snippets of statements
Include /etc/apache2/conf.d/

# Include the virtual host configurations:
Include /etc/apache2/sites-enabled/

Wie man sieht, werden auch hier weitere Konfigurationsdateien und Ordnerinhalte nachgeladen. Die Aufgabe der einzelnen Konfigurationsdateien ist aus den Namen recht leicht zu erkennen. Ich werde jedoch in zwei weiteren Blogbeiträgen noch etwas detailierter auf diese eingehen (s.a. Linkverweise unten).

Mit dieser Liste der zur Hand (im Kopf) hat man nun das notwendige Handwerkszeug (Wissen, um die relevanten Verzeichnisse und Dateien), um eine Apache-Konfiguration unter Ubuntu 8.04 LTS vornehmen zu können.

Wohin mit eigenen Konfigurationsbefehlen?

Schlechter Ort für eigene Apache-Konfigurationsbefehle

– Die Apache Konfigurationsdatei /etc/apache2/apache2.conf würde bei einem Ubuntu-Package-Update überschrieben.
– Die original Apache Konfigurationsdatei /etc/apache2/httpd2.conf würde bei einem manuellen Apache Update überschrieben werden.

Meine Empfehlung
Individuelle Konfigurationsstatements,

  • die global auf dem ganzen Webserver gelten sollen, in eine .conf Datei im includierten Verzeichnis /etc/apache2/conf.d/ stellen
  • die nur für einen virtuellen Host gelten sollen, in die entsprechende Datei im /etc/apache2/sites-enabled Verzeichnis stellen.

Damit bleibt gewährleistet, dass bei einem Update/Upgrade die individuellen Einstellungen nicht verloren gehen und man selbst und auch andere, die den Server warten müssen, die Ergänzungen/Erweiterungen immer zusammengefaßt im Überblick und im Zugriff haben.

Weitere Blog-Artikel zu diesem Themenkomplex:

Stichworte: ,

Kategorie: Ubuntu

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.