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Spam trotz Captcha: Ist AntiSpamBee die Lösung?

| 25. April 2011 | 3 Kommentare

Hintergrund:

Die Möglichkeit, bei einem Blog einen Kommentar zu hinterlassen, ist meines Erachtens eine der wichtigsten Funktionen eines Blogs.

 

 

Durch Kommentare kann man

  • den Textbeitrag des Autors ergänzen
  • Nachfragen stellen
  • mit dem Autor oder anderen Kommentatoren in einen Dialog treten
  • auf weitere interessate Artikel zu diesem Thema verweisen
  • u.s.w., die Liste läßt sich noch beliebig fortsetzen

Da der Google Suchalgorithmus jedoch gerade die Internetseiten in den Suchergebnislisten vorne anzeigt, auf die oft verlinkt wird, wird die Kommentarfunktion leider von unseriösen Gestalten dazu benutzt,

  • Werbungtexte für dubiose Produkte (Rolex-Uhren, Casino, Potenzmittel, …) einzustellen oder
  • total belanglose Allgemeinkommentare wie
    „Das musste einmal gesagt werden. Danke für den Beitrag“.
    Teilweise geht das soweit, dass im Textfeld auch nur eine Buchstabenwüste „woiaökdmnfkweuorianf“ steht, da es scheinbar nur darauf ankommt, seine Absenderadresse „www.viagra…..de“ zu platzieren.

 

Captcha-Plugins (Zeichen in Bildern)

Eine Abhilfe schuf hier der Einsatz von Captcha-Plugins, welche den Kommentator vor dem Absenden seiner Nachricht aufforderten, eine bestimmte Buchstaben/Zahlen/Zeichenfolge auszugeben.

Die Idee dahinter war simple:
Automatisierte Suchroboter können keine Bildinhalte aus Bildern erkennen, wie dies ein Mensch tun kann. Für Suchroboter sind es nur Bilder, mit der Folge, dass der Kontroll-Zeichencode nicht richtig eingegeben wird und das Absenden des Spam-Kommentars somit nicht möglich ist.

Spammer legen nach

spam captchasIm Zeitalter der Texterkennung (character recognition) in Bildern scheint dies allerdings nur ein vorübergehender Sieg gegen Spammer gewesen zu sein.

Wie man auf der Seite von „Caca Labs“  sehen kann, ist es heutzutage kein Problem mehr, die Bilder der meisten Captcha-Programme automatisch auszuwerten.

So ist es eigentlich nicht verwunderlich, dass ich in der letzten Zeit verstärkt beobachten muss, dass trotz des Einsatzes des Plugins „SI Captcha Anti-Spam“ für WordPress, die Anzahl der Spam-Kommentare stetig steigt.
Um die Leser eines Blogs nicht mit Spam-Kommentaren zu belästigen, können alle Kommentare dem Blogbetreiber zur Freigabe vorgelegt werden, bevor diese öffentlich sichtbar sind. Aber zum einen erfordert dies einen zusätzlichen Arbeitsaufwand für den Blogbetreiber und zum anderen ist es auch nicht gerade sehr benutzerfreundlich.  Wenn ich als Blogleser einen Kommentar hinterlasse, dann find ich es nicht so toll, wenn dieser erst zwei, drei Tage danach veröffentlicht wird und ich solange auf Reaktionen auf meinen Beitrag warten muss.

Akismet – Kostenpflichtiges Zusatzprodukt

Abhilfe verspricht hier das WordPress-Produkt „Akismet“ mit kostenlosen, aber auch kostenpflichtigen Optionen. Neben dem kommerziellen Ansatz habe ich hier große datenrechtliche Bedenken. So kann man andernorts lesen, dass alle Daten zum Kommentar (Inhalt, E-Mail Adresse, Name, Webseite, …) an Server in den USA gesendet werden.
So ein Umgang mit Daten geht für mich gar nicht. Ein klares „NO GO“.

Meine Lösung (für den Augenblick)

Eine finale Lösung des Problems gibt es sicherlich nicht, aber der Wechsel auf ein anderes Captcha Programm scheint mir angebracht. Nach einer Recherche im Internet hat das kostenlose WordPress-Plugin „Antispam Bee“ von Sergej Müller recht gute Kritiken und eine große Fangemeinde.

Werde diesem Plugin einmal die Chance geben, sich in der Praxis zu bewähren. Die Antwort auf die eingangs gestellte Frage:  „Ist AntiSpamBee die Lösung?“, bleibt somit zunächst noch offen

Erfahrungsberichte zu anderen Kommentar-AntiSpam Lösungen und Erfahrungsberichte sind willkommen.

 

Links zum Thema:

Playground: Antispam Bee: Das WordPress-Plugin für den Schutz gegen Spam

Caca Labs: Defeated Captchas

Infoblog: WordPress Best Practise: Schutz gegen Kommentarspam

Stichworte: , , ,

Kategorie: Internet, WordPress

Kommentare (3)

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  1. Torsten sagt:

    Antispam Bee setze ich mit sehr gutem Erfolg ein. Es erweist sich als effizienter als andere Antispam-Plugins, die ich vorher benutzt hatte.
    Zusätzlich empfehle ich noch das Plugin „Growmap Anti Spambot Plugin“. Dieses setzt per JavaScript ein Kästchen zum Ankreuzen unter das Kommentar-Eingabefeld, das man als menschlicher Besucher ankreuzen muss. Spambots übersehen dieses Kästchen, füllen es also auch nicht aus und der Spam-Kommentar wird abgeschmettert.
    Schwierig ist es nur, gegen menschliche Spammer anzukommen, die wirklich von Hand eintragen und natürlich so alle Antispam-Maßnahmen umgehen. 

  2. uv22e sagt:

    Ich verstehe die Aufregung um Antispam Bee nicht. Habe meine Seiten bei Godaddy.com registriert, da geht eh alles in die USA. Wenn jemand bei eBay.de einen Artikel kauft, greift er auf US-Server zurück. Gleiches gilt für Yahoo E-Mailadressen, sonstige Services etc.

    Was soll das ganze also? Die bisherige Rechtslage beruft sich auf 2 Urteilen, die vermutlich von SPAMMERN erwirkt sein sollen.

    Siehe auch:
    http://www.72dpiclub.de/blog/2009/01/14/akismet-abmahnung-don%C2%B4t-panic/

  3. Ayna sagt:

    Finde es auch sehr wichtig das man Captcha hinzufügt, da ich jetzt auch einen eigenen Blog hab und Spam drauf landet. Danke für die Infos.

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