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Microsoft im Tiefschlaf – Gewinneinbruch 4. Qtl/2009

| 25. Juli 2009 | Keine Kommentare

Laut einem Artikel bei zdnet  bricht der Umsatz- und Gewinn im vierten Quartal um fast 30 Prozent ein. Unter dem Strich bleiben nur noch 13,1 Milliarden Dollar.

Der Microsoft Chef hat dazu nichts anderes zu sagen als: "Unser Geschäft wird weiterhin von den schwachen weltweiten PC- und Server-Märkten beeinflusst".

Das ist doch absoluter Humbug. Wer so blind ist, der sollte seinen Hut nehmen, bevor er die Firma an die Wand gefahren hat.

Fakt ist doch:

  • Microsoft steckt entweder zu wenig Geld in die Entwicklung und Pflege seiner Software oder sie haben inkompetente Projektleiter oder schlechte Programmier, so dass am Ende nichts an Entwicklung herauskommt.
     
  • Bei Microsoft hat sich in den letzten Jahren nichts mehr getan.  Der Höhepunkt wurde mit der Version Windows XP erreicht. Obwohl auch bei dieser Version Bluescreens nicht unbekannt waren, Systemabstürze zum Alltag gehörten, eine Installation mit der Zeit immer langsamer wird und die Anwender sich insbesondere nach der Markteinführung wie Betatester fühlten, konnte sich Windows XP doch auf Grund der Marktdominanz von Microsoft durchsetzen.
     
  • Hand aufs Herz. Vista war ein totaler Flop. Kein Fortschritt, sondern Im Gegenteil, man verschlechtert sich als Benutzer, wenn man auf das Betriebssystem Vista wechselt. Vista hat größere Ansprüche an die Hardware, braucht einen schnelleren Prozessor, braucht mehr Speicher, um damit flüssig arbeiten zu können und selbst als Administrator verweigert das System einem so manche Aktion. Die einzige Neuerung war die Aerooberfläche und die hatte ich bei meiner Installation auch gleich deaktiviert.  Was bei mir blieb, waren drei offizielle Lizenzen, die nun in der Schublade liegen, da ich die alten Windows XP Versionen wieder aufgespielt habe.
     
  • Alles was man jetzt von Windows 7 hört, läßt sich auf einen kurzen Nenner bringen: Windows 7 = Nichts Neues.
     
  • Apropo Kundenfreundlichkeit: Erwähnte ich schon, dass man bei einem Wechsel von Windows 95 auf Windows 97 bzw. 98 ja voll zur Kasse gebeten wurde.  Erwähnte ich schon, dass man bei einem Wechsel von Windows XP auf Vista voll zur Kasse gebeten wurde und dass ich mich frage, was ich dafür erhalten habe.
     
  • Auch der Trend bei den Netbooks hat Microsoft total verschlafen. Gut für Microsoft, dass man Windows XP noch einmal reaktivieren konnte. Windows XP, ein Betriebssystem, das man schon als Auslaufmodell aus der Wartung genommen hatte. Lange werden sich die Netbookhersteller allerdings auch nicht das Bundlediktat von Microsoft gefallen lassen, welches Ihnen Beschränkungen z.B. bei der Größe der Festplatte und des Speichers auferlegt. Google hat die Marktpower mit seinem Betriebssystem Google OS dem einstigen Marktführer hier richtig Konkurrenz zu machen. Man stelle sich vor, ein alternatives Betriebssystem, schneller, günstiger als Windows XP, gebundelt mit Netbooks.  Wenn die Nachfrage an Netbooks, die ja augenblicklich noch am Steigen ist, abnimmt, dann könnte dies dem Netbookmarkt und Google einen zweiten Frühling bescheren.
     
  • Der Tiefschlaf bei Microsoft betrifft aber nicht nur das Betriebssystem alleine. Auch beim Internet Explorers hat sich in den letzten Jahren nichts mehr getan. Nicht von Ohne kann man beobachten, dass Firefox immer mehr an Marktanteilen gewinnt.  Microsoft hat es nicht geschafft, die Bugs in seinem Browser in den Griff zu bekommen oder die Javascript Engine zu beschleunigen oder einen Level der Benutzerfreundlichkeit zu erreichen den Firefox aufweist und hinkt bei den Erweiterungsmöglichkeiten von Firefox  hinterher.

Wer sich also als CEO von Microsoft zurücklehnt und es sich einfach macht, einen Einbruch von 30 % allein auf den schwachen PC-Markt zurückzuführen, der wird bald ein böses Erwachen erleben. (Nicht privat, denn da sind die Manager ja bestens abgesichert, aber als Firma.)

Kategorie: Allgemein

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